
Nach dem 7. Oktober 2023: Ein Hauch von Staatsräson
An Worten der Betroffenheit und Entschlossenheit fehlte es nach dem 7. Oktober 2023 nicht. Doch wo stehen Politik und Justiz im Kampf gegen Antisemitismus effektiv? Und welche Rolle spielen dabei andere Grundrechte wie zum Beispiel die Meinungsfreiheit? Mein Versuch einer Auslegeordnung für das Magazin «Tachles».

In den Gerichtssälen
Für die «Republik» und das Konsumentenmagazin «saldo» bin ich regelmässig als Gerichtsberichterstatter unterwegs. Der ausgewählte Artikel handelt von einem erfahrenen Staatsanwalt, der im Spätherbst seiner beruflichen Karriere die Seiten wechselte – und in einem einzigartigen Fall die Tücken des Verteidigerlebens kennenlernt. Weitere Beiträge finden sich u.a. unter www.republik.ch/format/am-gericht.

Schweizer Anwälte und die WM-Dystopie
Die Fussball-WM 2034 wird in Saudi-Arabien stattfinden. Längst nicht nur sogenannte Menschenrechtler befällt ob dieser Aussicht ein kalter Schauer. Bis zur Austragung wollen Schweizer Anwälte in Sachen Menschenrechte Druck auf die FIFA machen. Für das «Zwölf»-Magazin ging ich der Frage nach, was ihre Motive sind und was genau sie wollen.

Strafjustiz vor dem Kollaps – wirklich?
Staatsanwaltschaften seien chronisch überlastet und stünden kurz vor dem Zusammenbruch, heisst es regelmässig in verschiedenen Medien. In diesem «plädoyer»-Artikel hinterfragen mehrere Strafverteidiger dieses Narrativ – und bezeichnen viele Probleme der Staatsanwaltschaften als «hausgemacht».

In der mächtigsten Gemeinde der Schweiz
Es gibt in der Schweiz wenig Orte, wo sich Macht und Mythen derart ballen wie in der Oberwalliser Gemeinde Brig. Für den «Beobachter» besuchte ich im Frühling 2023 die Kleinstadt am Fusse des Simplonpasses, wo für den «Üsserschwiizer» oft nicht ganz klar ist, wo die Grenze zwischen Klischee und Realität verläuft.

SVP-City
Ab Mitte der Zehnerjahre kippten in der Schweiz die meisten Kleinstädte nach links. Eine Stadt trotzte dem Trend: Dübendorf, gleich neben der rotgrünen Hochburg Zürich gelegen, blieb fest in SVP-Hand. Vor den Kommunalwahlen 2022 besuchte ich für den «Beobachter» den mir aus meiner journalistischen Vergangenheit bestens bekannten Ort. (Anm.: Nach den Wahlen nahm die jahrzehntelange linke Abstinenz von der Regierung schliesslich ein Ende.)

Die Erste
Meine erste Covergeschichte für das «plädoyer»-Magazin handelte von einer geschichtsträchtigen Figur: Martha Niquille war damals, im Frühjahr 2021, die erste Frau an der Spitze des Bundesgerichts. Im Portrait sprach sie über ihre Herkunft aus bescheidenen, ländlichen Verhältnissen und ihren nicht immer einfachen Werdegang.

Verlorenes Paradies
Der Fussball Corner Oechslin am Schaffhauserplatz war in meiner Kindheit ein Sehnsuchstsort – und blieb es bis ins Erwachsenenalter, auch wenn ich bei Besuchen zunehmend den Zahn der Zeit spürte. Kurz nach Erscheinen meiner persönlich gefärbten Reportage im «Zwölf»-Magazin sollte der legendäre Laden seine Türen für immer schliessen.

Verwandlung einer Vorstadt
Als ich 2013 die Stadt Uster als Journalist kennenlernte, prägten Agglo-Vibes das Lebensgefühl und Herrenwitze die Gemeinderatsfeten. Als ich sieben Jahre später weiterzog, gab es Urban-Gardening-Projekte an bester Lage und Stadträtinnen, die sich an nächtlichen Frauenstreik-Kleberaktionen beteiligten. Was ist passiert in der drittgrössten Stadt des Kantons? In meinem letzten Artikel für den «Zürcher Oberländer» (der in Uster noch immer als «Anzeiger von Uster» erscheint) ging ich dieser Frage nach.

Tagliatelle alla Blerim
Ich stand auf dem Helvetiaplatz, als der blutjunge Blerim Dzemaili 2006 und 2007 auf dem Volkshausbalkon die für den FCZ gewonnenen Meisterpokale in die Höhe streckte. Rund zehn Jahre später traf ich ihn mit meinem Kollegen Benedikt Widmer zum Interview für das «Zwölf»-Magazin – in einem Restaurant in meiner italienischen Lieblingsstadt Bologna, wo Dzemaili im Herbst seiner Karriere in der Form seines Lebens aufspielte.